Eintrag zu DDR in einem Lexikon.

Lernen

Forschen. Entdecken. Verstehen.

Die DDR und die Transformationszeit haben uns eine riesige Menge an unterschiedlichen Quellen hinterlassen. Eine kleine Auswahl zu verschiedenen Themen findet ihr auf dieser Website. Euch interessiert ein Dokument, Bild oder Video ganz besonders? Ihr wollt es für den Unterricht oder ein Projekt nutzen? Hier findet ihr Anregungen, damit euch das gelingt.

Tipps zur Nutzung der Website - Ein Wegweiser

Mehr als 50 Quellen zur DDR und Transformationszeit, Zeitstrahl, Glossar, … und ihr seht den Wald vor lauter Bäumen nicht? Dann seid ihr hier genau richtig. Dieser Film führt euch durch die Seite, gibt euch Hinweise zum Aufbau und Tipps zum weiteren Recherchieren.

Was ist eine Quelle und wie gehe ich mit ihr um?

Was sind eigentlich Quellen? Und warum sind sie für die Auseinandersetzung mit Geschichte so wichtig?

Der Film geht diesen Fragen nach und zeigt euch, was Quellen sind und wie man mit ihnen arbeiten kann.

Natürlich müsst ihr nicht mitschreiben, um alles wichtige auf einen Blick zu haben: Auf diesem Merkblatt findet ihr noch einmal alle Infos zusammengefasst. 

Merkblatt Quellen

Tonbandgerät, Sammlung Andreasstraße

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Tonbandgerät, Sammlung Andreasstraße

Menschen machen und erleben Geschichte.

Sie werden zu Zeug:innen ihrer Zeit und berichten von selbst oder auf Nachfrage über ihre Erlebnisse und Erinnerungen. Die Erzählungen sind immer subjektiv, also von eigenen Empfindungen und Einstellungen geprägt. Auch ihr seid Zeitzeug:innen für alle Ereignisse, die ihr während eures Lebens aktiv miterlebt.

Historische Ereignisse und Zeiträume können nicht nur über Dokumente und Bilder rekonstruiert werden. Forschende befragen auch Personen, die die Geschehnisse selbst erlebt haben. Diese Interviews können nach festgelegten Fragen erfolgen oder wie ein lockeres Gespräch geführt werden. Teilweise ordnen die Fragenden das Gesagte historisch ein, berichtigen oder stellen weitere Nachfragen. Interviews sind immer subjektiv geprägt und zeigen nur einen kleinen Ausschnitt der großen Geschichte.

Merkblatt Umgang mit Zeitzeug:innen

Weitere spannende digitale Angebote zum Thema

„Andreasstraße digital“, die digitale Erweiterung der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße:

https://andreasstrasse.de/

„Alltag Ost”, ein digitaler Reiseführer in den Alltag der DDR:

https://alltag-ost.de/

„Eigensinn im Bruderland“, Webdokumentation über Migrant:innen, die als Vertragsarbeiter:innen, Studierende oder politische Emigranten in die DDR kamen:

https://bruderland.de/

Stasi Mediathek, Mediathek des Stasi-Unterlagen-Archivs:

https://www.stasi-mediathek.de/

Webapp „Haft in der DDR. Die Gefangenen der Stasi“:

https://haft-ddr.de/

Seelenarbeit im Sozialismus. Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie in der DDR, digitale Ausstellung:

https://www.sisap-ausstellung.de/

„Der Hoheneck Komplex“, interaktive Dokumentation über das DDR-Frauengefängnis Hoheneck:

https://der-hoheneck-komplex.de

„Im Takt – Wege in den Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau“:

https://www.heimerziehung-ddr.de

„Ein halbes Leben in der DDR“, eine Podcastserie:

https://menschmutta.de

„Umwelt in Ostdeutschland. Von der Katastrophe zur Chance?“, eine Scroll-Story:

https://umwelt-im-osten.de

Datenjournalistische Projekt „Warum die Treuhand das Land spaltet“:

https://www.treuhand-mythos.de

„89goesPop“, Angebot, sich die Vielschichtigkeit und Unterschiedlichkeit des Erinnerns an 1989 anhand von Musik, Literatur und Film zu erschließen:

https://www.89goespop.de/

„zweiteroktober90 – Die Gewalt der Vereinigung“, Online-Dokumentation neonazistischer Angriffe, die am 2./3. Oktober 1990 stattgefunden haben:

http://zweiteroktober90.de

„Herbst ’89 – Auf den Straßen von Leipzig“, interaktive Graphic Novel:

https://www.dhm.de/ausstellungen/roads-not-taken-oder-es-haette-auch-anders-kommen-koennen/herbst-89-auf-den-strassen-von-leipzig/

„Grenzgeschichten“, eine 360°-Lernlandschaft zur deutschen Teilungsgeschichte:

https://grenzgeschichten.grenzmuseum.de/

„Anders sein – Dissens in der Sowjetunion“:

https://dissident.dekoder.org/de

Tsurikrufn! Erinnerungen an jüdische Persönlichkeiten in Deutschland:

https://www.tsurikrufn.de

„1938Projekt – Posts from the Past – Leo Baeck Institute“, das Leo Baeck Institute zeigt das Jahr 1938 aus der Sicht von Jüdinnen und Juden:

https://www.lbi.org/1938projekt/de/1/

arolsen school Bildungsplattform, acht „Minigames“ mit Gegenwartsbezug befassen sich mit Vergangenheit, Verantwortung und aktuellen Fragen zu Themen wie NS-Zeit, Migration und Staatsangehörigkeit:

https://school.arolsen-archives.org/

„Befreit in Leipzig 1945″, das Kriegsende aus der Perspektive von Zwangsarbeiter:innen:

https://storymaps.arcgis.com/stories/308763d3dbe143699021df2bb5237e30

„Wer ist Walter“ – 100 Geschichten über Widerstand in Europa während des Zweiten Weltkriegs:

https://weristwalter.eu/de/

JMB di.kla, Online-Lernangebot zu jüdischer Geschichte und Kultur für den Unterricht:

https://dikla.jmberlin.de/de/

Multimediales Webangebot über die Entführung der „Landshut“:

https://www.landshut77.de/de

LAG-Magazin:

https://lernen-aus-der-geschichte.de/Lernen-und-Lehren/Magazin

Sowjetisierung in der SBZ

Stalinecke in Berliner Schule, 17. Dezember 1949

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Gedenkecke für Josef Stalin in einer Berliner Schule, 17. Dezember 1949, BArch N 1648 Bild RF00559,
Foto: Günther Beier

Nach dem Zweiten Weltkrieg gestaltete die sowjetische Besatzungsmacht die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der späteren Deutschen Demokratischen Republik (DDR) nach ihren Vorstellungen um. Die 1946 gegründete Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) wurde schrittweise zur vorherrschenden Partei aufgebaut.

Wehrkundeunterricht

GST-Lager der 11. Klasse der EOS Friedrich List, Berlin-Pankow in Storkow (Mark), Juli 1989

GST-Lager der 11. Klasse der EOS Friedrich List, Berlin-Pankow_Christer Markgraf_CC BY-SA 3.0 DE

GST-Lager der 11. Klasse der EOS Friedrich List, Berlin-Pankow in Storkow (Mark), Juli 1989,
Foto: Christer Markgraf (CC BY-SA 3.0 DE)

Im Jahr 1978 wurde in der DDR der verpflichtende Wehrkundeunterricht für alle Schüler:innen der 9. und 10. Klassen eingeführt. Pro Schuljahr fanden acht Doppelstunden statt, in denen theoretisches und praktisches militärisches Wissen vermittelt wurde. Der Unterricht wurde meist von Lehrer:innen, teilweise auch von Soldaten der Nationalen Volksarmee (NVA) gestaltet.

Gründung der DDR

Berlin, 9. Volksratsitzung, DDR-Gründung am 07. Oktober 1949

Berlin, 9. Volksratsitzung, DDR-Gründung

Berlin, 9. Volksratsitzung, DDR-Gründung am 07. Oktober 1949, BArch, Bild 183-W1126-310,
Foto: Albert Kolbe

Wenige Monate nach der Bundesrepublik Deutschland wurde die DDR gegründet. Sie verstand sich seit den 1950er Jahren als „Arbeiter- und Bauernstaat“, in dem der Nationalsozialismus überwunden worden sei. Anfangs propagierte die SED-Führung noch die Einheit Deutschlands. In den folgenden Jahrzehnten betonte sie jedoch zunehmend die Eigenständigkeit der DDR als sozialistischer Staat.

Staatsverschuldung der DDR

Berlin DDR-Staatsbank, 25. April 1990, Tresor-Räumung. Hier ein Bündel alter 20-Mark-Scheine mit rötlicher Färbung und größerem Format, im Vergleich zur noch gültigen Banknote.

Berlin, DDR-Staatsbank, Tresor-Räumung

Berlin, ehem. DDR-Staatsbank, Tresor-Räumung, 25. April 1990, BArch, Bild 183-1990-0425-023,
Foto: Thomas Lehmann

Ende 1989/Anfang 1990 spitzte sich die wirtschaftliche Krise in der DDR zu. Bisher hatte die SED die tatsächliche Situation verschleiert. Der Zentrale Runde Tisch, ein Gremium aus Mitgliedern der DDR-Parteien, der Kirche und Oppositionellen, forderte Aufklärung. Daraufhin räumte Wirtschaftsministerin Christa Luft (SED-PDS) ein, dass die Verschuldung der DDR gegenüber dem Westen über 20 Milliarden Dollar betrage.

Volksaufstand in der DDR

Panzer auf dem Holzmarkt in Jena, 17. Juni 1953.

Holzmarkt 1953

Panzer auf dem Holzmarkt in Jena, 17. Juni 1953. Stadtarchiv Jena,
Foto: Dieter Urban

Am 17. Juni 1953 kam es in vielen Orten der DDR zu einem Volksaufstand. Der Protest richtete sich ursprünglich gegen die Erhöhung der Arbeitsnormen und die schlechte Versorgungslage. Von Berlin aus griffen die Demonstrationen auf Städte und Dörfer im ganzen Land über. Schnell wurden politische Forderungen nach Einheit und Freiheit laut. Nur mit sowjetischer Hilfe konnte die SED-Führung den Aufstand niederschlagen. Panzer fuhren in mehreren Städten auf, es kam zu zahlreichen Verhaftungen, Verletzten und sogar Todesopfern. Die SED reagierte mit Repressionen gegen vermeintliche „Staatsfeinde“.

1. Bitterfelder Konferenz

1. Bitterfelder Konferenz, 24. April 1959, Konferenzsaal

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1. Bitterfelder Konferenz, 24. April 1959, Konferenzsaal,
BArch, Bild 183-63679-0011, Foto: Schmidt

Die 1. Bitterfelder Konferenz im April 1959 war Ausgangspunkt des „Bitterfelder Weges“, der in den 1960er Jahren wegweisend für die Kulturpolitik der DDR war. Demnach sollten erstens Berufsschriftsteller:innen in die Betriebe gehen und zweitens sollte auch die Arbeiterklasse selbst zur Produzentin von Kunst und Kultur werden. Die daraufhin eingerichtete Bewegung Schreibender Arbeiter war ein breit angelegtes Kulturprogramm mit ursprünglich kulturrevolutionärem Anspruch.

Zirkel Schreibender Arbeiter Jena

Schreibende Arbeiter im Kombinat Espenhain, 19. März 1960

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Schreibende Arbeiter im Kombinat Espenhain, 19. März 1960, BArch Bild 183-72008-0001,
Foto: Helmut Schaar

Der Zirkel Schreibender Arbeiter des VEB Carl Zeiss Jena wurde am 11. Februar 1960 gegründet und setzte damit, wie etliche andere in der DDR, den an die Arbeiter:innen adressierten Ruf „Greif zur Feder, Kumpel! Die sozialistische Nationalkultur braucht dich!“ von der ‚Bitterfelder Konferenz‘ um. In der Folge der Konferenz wurden Anfang der 1960er Jahre verstärkt vor allem an Betrieben und Kulturhäusern etliche sogenannte Zirkel Schreibender Arbeiter gebildet.

Errichtung der Berliner Mauer

Mauerbau in Berlin, Zimmerstraße/ Ecke Lindenstraße am 18. August 1961

Mauerbau in Berlin, Zimmerstraße/ Ecke Lindenstraße am 18. August 1961, BArch, B 145 Bild-00014423

Mauerbau in Berlin, Zimmerstraße/ Ecke Lindenstraße am 18. August 1961, BArch, B 145 Bild-00014423,
Foto: Horst Siegmann

Am 13. August 1961 begann die DDR unter der Führung von Walter Ulbricht mit dem Bau der Berliner Mauer. Über Nacht wurden Straßen, Schienen und Übergänge zwischen Ost- und West-Berlin durch Sperranlagen, Stacheldraht und Betonbarrieren blockiert. Damit wurde die letzte Lücke an der innerdeutschen Grenze geschlossen

Einheitliche sozialistische Bildungspolitik

Kinder bei einer Schneeballschlacht vor dem Schulgebäude, Polytechnische Oberschule in Halle-Neustadt 1968

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Polytechnische Oberschule in Halle-Neustadt 1968, BArch, Bild 183-G0109-0020-001

Im Februar 1965 trat das Gesetz über das einheitliche sozialistische Bildungssystem in Kraft. Damit einher ging die Einführung der zehnjährigen Polytechnischen Oberschule (POS) und die Schaffung von Vorbereitungsklassen an den Erweiterten Polytechnischen Oberschulen (EOS) für zukünftige Abiturient:innen.

1. FDJ-Poetenseminar

Sieben junge Männer und Frauen sitzen an einem Tisch im Außenbereich, 2.v.l. der Literaturwissenschaftler Dr. Peter Beist als Gesprächspartner. FDJ-Literaturseminar Schwerin, August 1989

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19. Zentrales Poetenseminar der FDJ, Schwerin, August 1989, BArch, Bild 183-1989-0818-024,
Foto: Wolfried Pätzold

1970 veranstaltete die FDJ das erste Zentrale Poetenseminar in Schwerin. Die bald jährlich stattfindenden Ereignisse bildeten das Kernstück der ‚Poetenbewegung‘. Sie waren schnell eine zentrale Plattform für junge Schreibende, die in den unterschiedlichsten Lyrik- oder Singeklubs und Zirkeln organisiert waren oder bisher isoliert gearbeitet hatten. Durch Teilnahmen an regionalen Literaturwettbewerben oder in der sog. „Poetensprechstunde“, der von Hannes Würtz betreuten Jugendlyrik-Rubrik in der Tageszeitung Junge Welt, waren sie in Erscheinung getreten.

Kürzung Hochschulplätze DDR

Freiberg Bergakademie Hörsaal, März 1971, BArch, Bild 183-K0309-1003-001

Bild 183-K0309-1003-001_Freiberg_Berakademie Hörsaal_März 1971

Freiberg Bergakademie Hörsaal, März 1971, BArch, Bild 183-K0309-1003-001, Foto: Wolfgang Thieme

Die SED-Führung beschloss im März 1971 einen abrupten Bildungsumbruch. Die zur Verfügung stehenden Hochschulplätze wurden reduziert. Infolgedessen wurden weniger Abiturient:innen zum Studium zugelassen und weniger Achtklässler:innen in die Vorbereitungsklassen delegiert.

VIII. Parteitag der SED

Festschmuck zum VIII. Parteitag der SED und zu den 13. Arbeiterfestspielen im Zentrum der Messestadt Leipzig, Juni 1971

Leipzig Festschmuck zum VIII. Parteitag der SED und zu den 13. Arbeiterfestspielen tragen die Hainstraße und das gesamte Zentrum der Messestadt_BArch_Bild 183-K0604-0010-010

Festschmuck zum VIII. Parteitag der SED und zu den 13. Arbeiterfestspielen im Zentrum der Messestadt Leipzig, Juni 1971, BArch, Bild 183-K0604-0010-010,
Foto: Friedrich Gahlbeck

Auf dem VIII. Parteitag der SED setzte mit der Ära Erich Honecker eine Neuausrichtung der Wirtschaftspolitik ein. Ziel der propagierten „Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik“ war die Steigerung des Lebensstandards der Bevölkerung. Dazu gehörte neben steigenden Löhnen, gleichbleibenden Preisen und größerem Warenangebot vor allem der forcierte Wohnungsbau.

Grundlagenvertrag DDR-BRD

DDR-Umschlag vom Grundlagenvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR,

DDR-Umschlag vom Grundlagenvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR_BArch_B 145 Bild-00004567

DDR-Umschlag vom Grundlagenvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR,
BArch, B 145 Bild-00004567, Foto: Ulrich Wienke

Am 21. Dezember 1972 unterzeichneten die Bundesrepublik Deutschland (BRD) und die Deutsche Demokratische Republik (DDR) den Grundlagenvertrag, der ein halbes Jahr später in Kraft trat. Damit nahmen beide deutsche Staaten diplomatische Beziehungen miteinander auf, was de facto einer Anerkennung der DDR durch die BRD gleichkam.

„Ein gutes Wort zur guten Tat"

Plakat: 17. Arbeiterfestspiele der DDR im Bezirk Suhl, Ein gutes Wort zur guten Tat, Ilmenau 1978

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17. Arbeiterfestspiele der DDR im Bezirk Suhl, Ein gutes Wort zur guten Tat, Ilmenau 1978, BArch, PlakY 02-1586

Der vom FDGB veranstaltete literarische Wettbewerb „Ein gutes Wort zur guten Tat“ wurde zu einem der bekanntesten und teilnehmerstärksten Leistungsvergleiche Schreibender Arbeiter der DDR. Er hatte Bestand bis zum Ende der DDR und trug damit zur Verstetigung der Bewegung Schreibender Arbeiter bei.

Ausbürgerung Wolf Biermanns

Der Liedermacher Wolf Biermann gibt bei einer Pressekonferenz eine Stellungnahme zu seiner Ausbürgerung aus der DDR ab, 19. November 1976

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Der Liedermacher Wolf Biermann gibt bei einer Pressekonferenz eine Stellungnahme zu seiner Ausbürgerung aus der DDR ab, 19. November 1976, BArch, B 145 Bild-00012398, Foto: Lothar Schaack

Am 16. November 1976 wurde der Liedermacher und Schriftsteller Wolf Biermann von der DDR-Regierung ausgebürgert, nachdem er sich während einer Konzertreise in Westdeutschland regierungskritisch geäußert hatte. Biermann, ein überzeugter Sozialist, hatte seit Jahren die Missstände in der DDR scharf kritisiert, insbesondere die Einschränkung der Meinungsfreiheit und die staatliche Repression.

50. Jahrestag Novemberpogrom

50. Jahrestag der „Reichspogromnacht, 9. November 1938“, Postwertzeichen der DDR, 35 Pfennig, Erstausgabetag 08.11.1988

50. Jahrestag der faschistischen Progromnacht_Michel-Nr_DDR 3208

50. Jahrestag der „Reichspogromnacht, 9. November 1938“, Postwertzeichen der DDR, 35 Pfennig, Erstausgabetag 8. November 1988,
Entwurf: Detlef Glinski, Michel-Katalog-Nr. 3208

Zum 50. Jahrestag des Novemberpogroms 1938 setzte im offiziellen und gesellschaftlichen Gedenken ein Wandel ein, der zur erinnerungspolitischen Zäsur wurde. Der Einschnitt ist am gesteigerten Einsatz von Staat und Partei für das Gedenken sichtbar, aber auch an einem neuen gesellschaftlichen Engagement und einer beginnenden Ausdifferenzierung der Gedenkpraktiken.

„Berliner Appell – Frieden schaffen ohne Waffen“

Einladung zur Friedenswerkstatt in die Ostberliner Erlösergemeinde im Juli 1983

Einladung zur Friedenswerkstatt im Juli 1983 in der ostb Erlösergemeinde_Quelle_Robert-Havemann-Gesellschaft_Roald Matscheroth_RHG_Fo_HAB_16065

Einladung zur Friedenswerkstatt in die Ostberliner Erlösergemeinde im Juli 1983, Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft, Ronald Matscheroth, RHG_Fo_HAB_16065

Vor dem Hintergrund der Aufrüstung in Ost und West verfassten die Oppositionellen Robert Havemann und Rainer Eppelmann den Berliner Appell „Frieden schaffen ohne Waffen“. Sie traten für eine dauerhafte Friedensordnung und Entspannungspolitik ein. Der Appell fand großen Zuspruch in der Friedensbewegung – sowohl in der DDR als auch in der BRD. Westliche Medien veröffentlichten ihn. Rainer Eppelmann wurde kurzzeitig verhaftet.

Die Aufrüstung beider Seiten führte zu massiven Protesten in beiden deutschen Staaten und verstärkte die Angst vor einem nuklearen Konflikt in Europa.

Ausreisewelle

In Schwerin machen 1988 Ausreisewillige auf ihr Anliegen aufmerksam und fordern auch öffentlich ihr Recht auf Reisefreiheit

In Schwerin machen 1988 Ausreisewillige auf ihr Anliegen aufmerksam und fodern auch öffentlich ihr Recht auf Reisefreiheit_BArch, MfS, BV Swn AU 454-88-Band 3

In Schwerin machen 1988 Ausreisewillige auf ihr Anliegen aufmerksam und fordern auch öffentlich ihr Recht auf Reisefreiheit, BArch, MfS, BV Schwerin AU 454/88, Band 3

Im Jahr 1984 erreichte die Ausreisebewegung in der DDR einen vorläufigen Höhepunkt. Immer mehr DDR-Bürger:innen stellten Ausreiseanträge. Im Juni 1984 besetzten Ausreisewillige die Ständige Vertretung der BRD in Ostberlin. Um der Unzufriedenheit der Bevölkerung und dem damit verbundenen Druck entgegenzuwirken, genehmigte die SED-Führung kurzfristig eine überraschend hohe Anzahl an Ausreiseanträgen. Gleichzeitig gab es weiterhin Repressionen gegen Antragsteller:innen, „Republikflucht“ blieb ein Straftatbestand.

Keine Vorbereitungsklassen und kleinere Erweiterte Oberschulen

Physikkabinett in der Erweiterten Oberschule

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Physikkabinett in der Erweiterten Oberschule, Mappe Halle-Neustadt – eine sozialistische Stadt in der Deutschen Demokratischen Republik, 1970er Jahre,
BArch, Bild Y 12-916-13

1985 wurden die Vorbereitungsklassen abgeschafft und die Erweiterten Oberschulen (EOS) auf die 11. und 12. Klasse beschränkt. Alle Schüler besuchten von nun an bis zum Ende der 10. Klasse gemeinsam die Schulen.

Wahlmanipulation

Demonstration gegen den Wahlbetrug während des Evangelischen Kirchentags in Leipzig, Galopprennbahn Scheibenholz, 09. Juli 1989

9. Juli 1989 Leipzig_Galopprennbahn Scheibenholz_CC BY-SA 3.0 DE

Demonstration gegen den Wahlbetrug während des Kirchentags in Leipzig, 9. Juli 1989,
Quelle: Roland Quester (CC-BY-NC-ND)

Am 7. Mai 1989 fanden in der DDR die letzten Kommunalwahlen statt, bei denen massiver Wahlbetrug aufgedeckt wurde. Offiziell gab die Regierung, wie üblich, eine Zustimmung von über 98 % für die Kandidaten der Nationalen Front an. Doch erstmals überwachten Bürgerrechtsgruppen und Oppositionelle in mehreren Städten die Stimmauszählung und konnten das Abweichen von ausgezählten Stimmen und offiziellem Ergebnis belegen.

Beginn der Montagsdemonstrationen

Ihre Forderungen nach spürbaren Veränderungen der gesellschaftlichen Entwicklung in der DDR brachten in Leipzig über 100.000 Bürger auf einer Demonstration zum Ausdruck. Nach Friedensgebeten in sechs Gotteshäusern der Messestadt formierte sich der Zug an der Nikolaikirche. Leipzig, Innenstadtring, 23. Oktober 1989.

Leipzig, Innenstadtring, Montagsdemo, 23. Oktober 1989, BArch_Bild 183-1989-1023-022_Rechte geklärt

Ihre Forderungen nach spürbaren Veränderungen der gesellschaftlichen Entwicklung in der DDR brachten in Leipzig über 100.000 Bürger:innen auf einer Demonstration zum Ausdruck. Nach Friedensgebeten in sechs Gotteshäusern der Messestadt formierte sich der Zug an der Nikolaikirche. Leipzig, Innenstadtring, 23. Oktober 1989, BArch, Bild 183-1989-1023-022, Foto: Friedrich Gahlbeck

Am 4. September 1989 fand die erste Montagsdemonstration in Leipzig statt, die als Auftakt zur Friedlichen Revolution gilt.

Auflösung des ZSA Jena und Neugründung als Autorengruppe

Titelseite der Anthologie "Autoren im Volkshaus Jena", November 1990

Autoren im Volkshaus Jena_2 (Titel)

Autoren im Volkshaus Jena, Anthologie, November 1990

Mit der Abwicklung der DDR fielen 1990 auch die staatlich bereitgestellten Förderstrukturen für das Künstlerische Volksschaffen weg. Auch die Bewegung Schreibender Arbeiter war davon betroffen. Die meisten Zirkel Schreibender Arbeiter mussten aufhören, viele blieben aber auch, etwa als Vereine, bestehen. Der Jenaer Zirkel am VEB Carl Zeiss Jena beispielsweise löste sich bereits Anfang des Jahres 1990 auf und gründete sich in gleicher Sitzung als ‚Jenaer Autorengruppe‘ neu.

Öffnung der Berliner Mauer

Autofahrer aus der DDR werden am Kurfürstendamm begrüßt, 09. November 1989

Mauerfall 1989

Autofahrer aus der DDR werden am Kurfürstendamm begrüßt, 9. November 1989,
BArch, B 145 Bild-00059615, Foto: Klaus Lehnartz

Am 9. November 1989 wurden die Grenzübergänge an der Berliner Mauer geöffnet. Dies führte in der Folge zur Öffnung der gesamten innerdeutschen Grenze, was das Ende der Teilung Deutschlands bedeutete.

Gründung der „Treuhandanstalt“

Demonstration vor Treuhandanstalt, Berlin 19. Dezember 1990

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Demonstration vor Treuhandanstalt, Berlin 19. Dezember 1990, BArch, Bild 183-1990-1219-006,
Foto: Klaus Franke

Am 01. März 1990 gründete die DDR-Regierung unter Hans Modrow die „Anstalt zur treuhänderischen Verwaltung des Volkseigentums“, kurz Treuhandanstalt. Ihre Aufgabe war es, das Volkseigentum zu sichern und im Sinne der Allgemeinheit zu verwalten.

Arbeitslosenverband der DDR

Paar vor dem im Rahmen der Wirtschaftsunion neu eingerichteten Arbeitsamt in Frankfurt (Oder), 21. Juni bis 22. September 1990

Paar vor dem im Rahmen der Wirtschaftsunion neu eingerichteten Arbeitsamt in Frankfurt (Oder)_ Hartmut Kelm_CC BY-NC-ND 3.0 DE

Paar vor dem im Rahmen der Wirtschaftsunion neu eingerichteten Arbeitsamt in Frankfurt (Oder), 21. Juni bis 22. September 1990, Foto: Hartmut Kelm (CC BY-NC-ND 3.0 DE)

Am 31. März 1990 wurde in der DDR zum ersten Mal ein Arbeitslosenverband gegründet. In der sozialistischen Planwirtschaft hatte es offiziell keine Arbeitslosigkeit gegeben, es gab also auch keine Strukturen zur Unterstützung von Arbeitslosen. Mit den wirtschaftlichen Veränderungen und der zunehmenden Schließung von DDR-Betrieben entstand erstmals ein wettbewerbsorientierter Arbeitsmarkt, der in der Folge eine hohe Arbeitslosigkeit mit sich brachte.

Letzte Montagsdemo und letzte Sitzung des Runden Tisches

Der Zentrale Runde Tisch trat zu seiner 16. und letzten Sitzung zusammen. Die am Tisch vertretenen Parteien, politischen Vereinigungen und Organisationen erörtern auf ihrer Sitzung Gesichtspunkte für eine neue Verfassung. Auf der Tagesordnung standen weiter ein Bericht der Arbeitsgruppe zur Auflösung des Amtes für Nationale Sicherheit, ein Bericht über den Bereich Kommerzielle Koordinierung, Überlegungen zur Verwaltungsreform sowie eine Abschlusserklärung zur eigenen Arbeit.

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Letzte Sitzung des Zentralen Runden Tisches am 03.12.1990, BArch, Bild 183-1990-0312-024,
Foto: Klaus Oberst

Am 12. März 1990 fand in Leipzig die letzte Montagsdemonstration mit ungefähr 40.000 Teilnehmenden statt. Gleichzeitig tagte in Berlin der Zentrale Runde Tisch der DDR zum letzten Mal.

Erste freie Parlamentswahl in der DDR

Wahlwerbung zur ersten und letzten freien Volkskammerwahlen am 18. März 1990.

DDR – Wende – Volkskammerwahlen 1990

Wahlwerbung zur ersten und letzten freien Volkskammerwahl am 18. März 1990,
picture alliance / ZB / Ulrich Haessler

Am 18. März 1990 hatten die Bürger:innen der DDR zum ersten Mal die Möglichkeit, aus einer Vielzahl von Parteien und Kandidat:innen zu wählen. Mit überragender Mehrheit gewann die Allianz für Deutschland – ein Bündnis demokratischer Parteien unter Führung der CDU.

Treuhandgesetz

Die Volkskammer verabschiedet das Treuhandgesetz. Schild weist Eingang zur "Treuhandanstalt" aus.

Treuhand Berlin (Archivfoto und Text 1991)

Die Volkskammer verabschiedet das Treuhandgesetz, 17.06.1990, picture-alliance / ZB / Jan Bauer

Am 17. Juni 1990 wurde das sogenannte Treuhandgesetz in der DDR verabschiedet. Es bildete die Grundlage für die Privatisierung des volkseigenen Vermögens und leitete den Prozess der Umgestaltung der ostdeutschen Planwirtschaft zu einer Marktwirtschaft ein.

Treffen von Speziallager-Internierten und Angehörigen in der NMG Buchenwald

Erste Speziallager-Gedenkveranstaltung in Buchenwald, 05. Mai 1990

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Erste Speziallager-Gedenkveranstaltung in Buchenwald, 05. Mai 1990,
Privatbesitz Hanno Müller, Sammlung Gedenkstätte Buchenwald

Am 20. Juni 1990 trafen sich ehemalige Internierte der Speziallager und ihre Angehörigen in der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald. Die Betroffenen waren nach dem Zweiten Weltkrieg vom sowjetischen Geheimdienst verhaftet worden. Neben NS-Belasteten wurden damals auch Unschuldige interniert.

Ende der DDR

Abriss der innerdeutschen Grenze, Berlin 30. November 1990,

Berlin-30.-November-1990_Abriss-der-innerdeutschen-Grenze_BArch_Bild-183-1990-1130-012_Rechte-liegen-vor

Abriss der innerdeutschen Grenze, Berlin 30. November 1990, BArch, Bild 183-1990-1130-012,
Foto: Bernd Settnik

Am 3. Oktober 1990 trat die Wiedervereinigung Deutschlands in Kraft, die das Ende der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) markierte. Nach Monaten intensiver Verhandlungen und dem Abschluss eines Einigungsvertrages wurde die Teilung Deutschlands nach über 40 Jahren aufgehoben.

Erste Ausstellung zum „Speziallager Buchenwald"

Frauen blicken auf Objekte in einer Vitrine. Eröffnung der ersten Speziallager-Ausstellung in Buchenwald, 14. September 1990, Foto: Gedenkstätte Buchenwald

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Eröffnung der ersten Speziallager-Ausstellung in Buchenwald, 14. September 1990,
Foto: Gedenkstätte Buchenwald

Die Eröffnung der ersten kleinen Speziallager-Ausstellung in Buchenwald am 14. September 1990 war ein bedeutender Schritt in der Aufarbeitung sowjetischer Verhaftungen und Lager in der SBZ. Obwohl die Ausstellung klein war, stellte sie die Lebensbedingungen und das Leid der Internierten dar und gab Einblicke in die Mechanismen der Repression, die während des Stalinismus geherrscht hatten.

Besuch Helmut Kohl in Buchenwald

Bundeskanzler Helmut Kohl auf dem Speziallager-Trauerplatz in Buchenwald, 10. Juni 1991.

Bundeskanzler Helmut Kohl auf dem Speziallager-Trauerplatz

Bundeskanzler Helmut Kohl auf dem Speziallager-Trauerplatz in Buchenwald, 10. Juni 1991,
Foto: Gedenkstätte Buchenwald

Am 10. Juni 1991 besuchte Bundeskanzler Helmut Kohl die Gedenkstätte Buchenwald. Er war der erste Bundeskanzler, der auch an die Internierten des sowjetischen Speziallagers erinnerte. Sein Besuch wurde als starkes politisches Signal gewertet.

Pogrom von Rostock-Lichtenhagen

Portrait Thinh Nguyen, Sozialarbeiter im Deutsch-Vietnamesischen Freundschaftsverein Dien Hong in der Hansestadt Rostock, Thinh hat am 24. August 1992 das Pogrom von Deutschen in Rostock-Lichtenhagen gegen Flüchtlinge und ehemalige vietnamesische Vertragsarbeiter überlebt.

Portrait Nguyen Do Thinh Portrait Nguyen Do Thinh Nguyen Do Thinh Sozialarbeiter im Deutsch Vietnam

Portrait Thinh Nguyen, Sozialarbeiter im Deutsch-Vietnamesischen Freundschaftsverein Dien Hong in der Hansestadt Rostock, Thinh hat am 24. August 1992 das Pogrom von Deutschen in Rostock-Lichtenhagen überlebt und tritt als Nebenkläger im Prozess gegen drei der Beteiligten auf, Rostock, 1. Februar 2002, IMAGO / Foto: Christian Ditsch

Vom 22. bis 26. August 1992 kam es in Rostock-Lichtenhagen zu gewaltsamen Ausschreitungen. Sie gelten bis heute als eines der schwerwiegendsten Pogrome in der deutschen Nachkriegszeit. Mehrere hundert Menschen griffen ein Asylbewerberheim an und skandierten rassistische Parolen. Die Situation eskalierte: Randalierende versuchten, das Gebäude zu stürmen, Teile des Wohnblocks wurden in Brand gesteckt. Die Polizei war über mehrere Tage nicht in der Lage, die Angriffe zu verhindern. In den folgenden Monaten stieg die rassistisch motivierte Gewalt in Ost- und Westdeutschland massiv an.

Eröffnung der Speziallager-Dauerausstellung in Buchenwald

Menschen blicken auf Dokumente und Exponate in einer Vitrine. Eröffnung der Speziallager-Dauerausstellung in Buchenwald, 25. Mai 1997.

Eröffnung der Speziallager-Dauerausstellung in Buchenwald

Eröffnung der Speziallager-Dauerausstellung in Buchenwald, 25. Mai 1997,
Foto: Gedenkstätte Buchenwald

Am 25. Mai 1997 wurde in der Gedenkstätte Buchenwald die Speziallager-Dauerausstellung eröffnet. Diese Ausstellung widmet sich den Internierten des sowjetischen Speziallagers Nr. 2. Sie bietet einen umfassenden Einblick in die Lebensbedingungen und das Leiden der Internierten und stellt das Unrecht dar, das zwischen 1945 und 1950 in diesem Lager geschehen war.